
Als „einer der wenigen Dirigenten weltweit, der neueste Musik genauso versiert aufführt wie Beethoven, Wagner und
Sibelius“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) ist Roland Kluttig mit einem breiten Repertoire auf internationalen Podien zu
erleben. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Werke von Schumann, Wagner, Berg, Debussy, Janáček und
Sibelius.
In die aktuelle Saison ist Roland Kluttig am Pult des Ensemble Modern beim Tongyeong International Music Festival
gestartet. Seine Arbeit als Principal Guest Conductor an der schwedischen Wermland Opera setzt er mit drei
Konzertprogrammen fort; daneben debütiert er beim Aalborg Symphony Orchestra. Ein weiteres Debüt steht im Mai 2026
an: Nach seinem großen Erfolg mit Alban Bergs Wozzeck 2024 am Aalto Theater in Essen ist er mit einer von Jens-Daniel
Herzog inszenierten Neuproduktion der Lulu erstmals am Staatstheater Nürnberg zu Gast.
Nach hochgelobten Produktionen von Dukas‘ Ariane et Barbe-Bleue und Szymanowskis Król Roger an der Oper Graz wirkte
er dort von 2020 bis 2023 als Chefdirigent. Aus dieser Zeit ragen die österreichische Erstaufführung von Georg Friedrich
Haas‘ Oper Morgen und Abend sowie die Dirigate von Wagners Der fliegende Holländer und Janáčeks Katja Kabanova
ebenso wie die Konzerte mit den Grazer Philharmonikern im Musikverein Graz und im Konzerthaus Wien hervor. 2021
wurde zudem sein Dirigat von Morton Feldmans Neither bei den Salzburger Festspielen mit dem ORF Radio-
Symphonieorchester Wien in der Presse als „Sternstunde“ gefeiert. Sehr erfolgreich dirigierte er zudem die erste szenische
Produktion der Walküre an der Greek National Opera. In der vergangenen Spielzeit leitete er am Deutschen
Nationaltheater Weimar eine vom Regieduo Jossi Wieler/Sergio Morabito inszenierte Neuproduktion von Mieczysław
Weinbergs Oper Die Passagierin.
Während seiner Zeit als Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg (2010 – 2020) erregten Produktionen von
Wagners Lohengrin und Parsifal überregionales Interesse. Für sein Dirigat von Beethovens Fidelio wurde er vom Magazin
Opernwelt als Dirigent des Jahres nominiert. Seit 2000 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit der Staatsoper
Stuttgart. So brachte er dort unter anderem 2015 die spektakuläre Neuinszenierung von Strauss‘ Salome und 2019 eine
Neuproduktion von Mozarts Die Hochzeit des Figaro heraus.
Als Gastdirigent war Roland Kluttig zudem an der Oper Frankfurt (Euryanthe) der Staatsoper Hamburg (Die tote Stadt), der
Oper Leipzig, dem Nationaltheater Mannheim, der Opéra Nice Côte d'Azur, der Opéra national du Rhin und der
schwedischen Norrlandsoperan (Wozzeck und Peter Grimes) eingeladen; seit längerem verbindet ihn zudem eine enge
Zusammenarbeit mit der Wermland Opera in Schweden, wo er inzwischen als Artistic Advisor fungiert. Im Konzertbereich
arbeitete er mit dem Philharmonia Orchestra London, dem Seoul Philharmonic Orchestra, dem Orchestre Philharmonique
du Luxembourg, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Prague Philharmonia, dem Deutschen Symphonie-
Orchester Berlin, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Symphonieorchester des
Bayerischen Rundfunks, dem Staatsorchester Stuttgart, dem hr-Sinfonieorchester und vielen anderen.
Seine Aufnahmen von Schönbergs Moses und Aron mit der Stuttgarter Staatsoper und Weinbergs Passagierin mit der Oper
Graz brachten ihm internationales Kritikerlob ein. Außerdem spielte Roland Kluttig Werke von weniger prominenten
Komponisten ein, die ihm sehr am Herzen liegen, darunter Erwin Schulhoff mit dem DSO Berlin und Silvestre Revueltas mit
dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, dessen Musikalischer Leiter er in den 90er Jahren war. Roland Kluttig hat in
Dresden studiert und wurde vom Eötvös Institut, dem Dirigentenforum des Deutschen Musikrates, der Akademie Schloss
Solitude und der Herbert von Karajan Stiftung gefördert. Seit 2025 wirkt er als Professor und Leiter des
Hochschulorchesters an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.
Saison 2025/26
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